Signs – Zeichen

2. Oktober 2009

Gelsenkirchen. Ein Tag in Buer oder Erle ist immer auch ein bisschen blau und weiß gefärbt.

Sach mich, watt kann schöner sein!?

Bookmark and Share


Der Micro-Bildblog im Blog | JPR-Cup 09

12. Juni 2009

Pünktlich zu Fronleichnam rufen die gefährlichen „Feuer-Raupen“ zur Prozession. Und es klingt auch ziemlich dramatisch, was Bild.de über die aus den Niederlanden (typisch!) über NRW hereinbrechende Insektenplage zu berichten weiß. Demnach können die giftigen Haare der putzigen Eichenprozessionsspinner beim Menschen Atemnot, Bindehaut-Entzündungen oder gar rote Pusteln am ganzen Körper verursachen.

Diese Symptome unterscheiden sich zwar nicht großartig von den üblichen Wehwechen am Tag nach einer zünftigen Party in Wodanien, decken sich aber immerhin mit den Angaben, die in einschlägigen Internetlexika zu finden sind. Folgender Absatz entspricht hingegen mit Sicherheit nicht so ganz der Wirklichkeit:

Die Journalismus-Studenten der FH Gelsenkirchen sagten ihr Fußballturnier ab, weil die Bäume rings um den Platz von den Gift-Raupen befallen waren.

Mal davon abgesehen, dass sich auch einige PRler unter die kickende Journalisten-Meute verirrt hatten, stand eine Absage nur für kurze Zeit im Raum. Der wenig später im Diskussionsforum des Fachbereichs erfolge Widerruf kollidierte offensichtlich mit dem Redaktionsschluss bei Bild Online.

Sonst hätten „M. KLEINSIMLINGHAUS“ und „G. KLEINEHEILMANN“ – ein Artikel von derart epischen Ausmaßen schreit natürlich geradezu nach mehr als einem mutigen Wahrheits-Aussprecher – vielleicht noch bemerken können, dass das Turnier kurzerhand auf einen netten Bolzplatz am Berger See verlegt wurde…

Bei Interesse kann der spannende und vor allem abwechslungsreiche Turnierverlauf im offiziellen Live-TickerTwitter nachverfolgt werden (Hashtag: #fussek09).

Ergebnis und Gruppenbild:

1. Platz: 8. Semester/Alumni

2. Platz: 2. Semester

3. Platz: 4. Semester

4. Platz: 6. Semester (wie immer…)

jpr-alleFoto: Lars Michael Bollweg

Auf ein Neues im nächsten Jahr!


Kein Abschied vom Parkstadion

10. Januar 2009

Schalke 04 gegen Top Oss, allein die bloße Erwähnung dieser Paarung lässt jeden Fußballgourmet ekstatisch mit der Zunge schnalzen. Erst recht, wenn ein derartiger Testspiel-Klassiker an einem Werktag um 14 Uhr angepfiffen wird. Dennoch dürften einige Stadionsammler diese Ansetzung auf dem Schirm gehabt haben, wäre sie doch vermutlich die allerallerletzte überhaupt im Parkstadion ausgetragene Partie gewesen.

Am oben verwendeten Konjunktiv hat sicherlich der eine oder andere Grammatikfuchs bereits erkannt, dass es wohl anders gekommen sein muss. Gelsenkirchen wurde wie weite Teile Deutschlands Anfang der Woche von einem heftigen Wintereinbruch überrascht. Und wo 20 cm Neuschnee die Landschaft verschönern, wird zur ordnungsgemäßen Austragung eines Fußball-Wettkampfes eine Rasenheizung benötigt. Mit solch einem Wunderwerk moderner Sanitär-Technik wurde die 1973 eröffnete Schüssel leider nie bestückt. Im Gegensatz zum Trainingsplatz vor der Geschäftsstelle, wohin der Kick dementsprechend kurzfristig verlegt wurde.

Zum Spiel (in aller gebotenen Kürze): Die Knappen besiegten den niederländischen Zweitligisten mühelos mit 6:1 (5:0). Unter den etwa 450 Zuschauern befand sich, neben einem Dutzend aus unserem Nachbarland angereisten Schlachtenbummlern, auch S04-Ikone Jiří Němec. Vergnügt wie eh und je, plauderte dieser ganz entspannt mit der anwesenden Journalie.

Gerne hätte ich mich persönliche vom Parkstadion verabschiedet und ein paar winterliche Impressionen auf die Speicherkarte gebannt. Auch wenn von der einst 70 600 Menschen fassenden Leichtathletikarena nur noch die Gegengerade übrig geblieben ist. Nach und nach fielen die imposanten Ränge in den vergangenen Jahren dem Bagger zum Opfer. Darüber, wann auch der klägliche Rest dem Erdboden gleichgemacht wird, gibt es momentan keine verlässlichen Informationen. Bereits mehrfach haben sich die Abrissarbeiten verzögert. Pläne, auf dem Gelände ein kleines Stadion (Kapazität: 10 000 – 15 000 Plätze) für Reserve- und Nachwuchsteams zu errichten, liegen allerdings bereits seit längerer Zeit in der Schublade. Vielleicht steigt ja vorher noch ein allerallerallerletztes Spiel…


Photobucket Photobucket


Stadien in Gelsenkirchen (01): Oststraße

3. Januar 2009

Dies soll der Auftakt zu einer neuen Serie sein, die zeigt, dass Gelsenkirchen fußballerisch mehr zu bieten hat als den FC Schalke mit seiner Arena. Die 264.000-Einwohner-Stadt mag nicht der schönste Fleck auf Erden sein, die dortige Stadionlandschaft sucht dafür ihresgleichen. Den Anfang macht eine sehenswerte Spielstätte in meiner Wahlheimat Erle.

Name: Bezirkssportanlage Oststraße
Adresse: Mühlbachstraße 1, 45891 Gelsenkirchen-Erle
Fassungsvermögen: ca. 8.000
Heimatverein(e): DJK Eintracht Erle 1928, SpVgg Erle 1919, FC Njegos
Zuschauerrekord: k. A.

Das eigentliche Stadion ist Teil eines Komplexes mit mehreren Spielfeldern, den sich gleich drei Vereine teilen. Die Stehränge sind gefahrlos begehbar, da vermitteln die Fotos (von 2007) vielleicht einen falschen Eindruck. Anschaffung und Gebrauch eines Rasenmähers könnten aber trotzdem nicht schaden. Einer der Nebenplätze mit Aschebelag kann ebenfalls einen Ausbau in Gestalt einiger Stufen vorweisen.

Kurioserweise besitzt die Anlage sogar eine eigene Website. Dort finden sich Telefonnummer und e-mail-Adresse des Platzwartes, was durchaus nützlich sein kann, um Belegungszeiten in Erfahrung zu bringen. Toller Service!